Wenn alle so kompetent sind, warum kann mir keiner etwas zu den Halbwertzeiten der Neonicotinoide sagen?

Warum wird meine Anfrage diesbezüglich immer wieder ausgebremst?

Es muss doch eine „Instruction for use“ geben, wo das aufgeführt ist!

Was ich bisher im Netz fand und zusammen gestückelt hier wieder gebe:

Umweltverhalten

(Wikipedia)

Die Halbwertszeit im Boden ist stark abhängig von Wirkstoff, Bodentyp und Untersuchungsmethode. Laut einer 2013 erschienenen Übersichtsarbeit betragen die meist in Laborstudien ermittelten Halbwertszeiten (in Tagen) 28–1250 für Imidaclopdrid, 7–353 für Thiamethoxam, 148–6931 für Clothianidin, 3–74 für Thiacloprid, und 31–450 für Acetamiprid. Inwieweit wiederholte Anwendungen zur Anreicherung der Wirkstoffe in Böden führen, ist für die meisten Neonicotinoide nur unzureichend untersucht. Studien zu Imidacloprid brachten deutliche Hinweise auf eine Anreicherung und dauerhafte Präsenz im Boden.[1]

Bei der Aussaat von Neonicotionoid-behandeltem Saatgut gelangt ein geringer Teil des Wirkstoffs (<2 %) als staubförmiger Abrieb direkt von den behandelten Samenkörnern in die Umgebung.[1]

Der überwiegende Teil der zur Saatgutbeizung verwendeten Wirkstoffe gelangt in den Boden und durch Auswaschung ins Grundwasser oder wird von benachbarten wilden Pflanzen aufgenommen. Aufgrund der systemischen Wirkung besteht dadurch eine schädigende Wirkung auf Teile des Ökosystems, wie etwa auf Boden- und Wasserorganismen, Nutzinsekten und Vögel. Im Grundwasser gefundene Konzentrationen entsprechen in ihrer Höhe den Konzentrationen, die sich in mit Neonicotinoiden behandelten Pflanzen einstellen und für die Abwehr von Schadorganismen ausreichen.[1]

2018 forderten 233 Wissenschaftler im Wissenschaftsmagazin Science ein weitgehendes weltweites Verbot für den Einsatz heutiger Neonicotinoide sowie die Zulassung ähnlicher Pestizide analog dem Verbot in der EU. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse deuteten stark darauf hin, dass Neonicotinoide nützlichen Insekten schadeten sowie zum derzeit stattfindenden massiven Verlust der Biodiversität weltweit beitrügen. Nicht schnell auf diese Bedrohung zu reagieren würde riskieren, würde nicht nur den weiteren Rückgang der Artenvielfalt sowie des Insektenreichtums zu verlieren, sondern auch die Leistungen gefährden, die Insekten für zukünftige Generationen erbringen können und zugleich einen nennenswerten Teil der Biodiversität aufs Spiel zu setzen.[37]

Dazu eine kleine Berechnung eines anonymen Lesers/Diskutierers hier anregend ebenfalls als Auszug:

„Bitte lese den [oberen] Wikipedia Auszug über Halbwertzeiten und Umweltverhalten und staune, warum das eine Katastrophe ist:

Habe mal ein wenig gerechnet. Und keiner dieser [Agrar PRO PESTIZID Trolle] „Wissenden“ kann mir sagen was da falsch ist!

🙂

Die Halbwertszeiten der 4 wichtigsten Neonicotinoide kennen sie allerdings bestimmt…

Diese gehen von einigen Tagen bis über 6000 Tage. Nachzulesen bei Wiki unter Umweltverhalten.

Keiner kennt die Zahlen genau und weil es einfacher ist zu rechnen, habe ich mal 365 Tage genommen.

Das ist bestimmt nicht zu viel.

Diese Toxine gibt es ca. seit 35 Jahren. So viel Zeit habe ich aber nicht um das nachzurechnen und ich kenne die alten Verkaufszahlen in Deutschland nicht.

Die letzten Jahre lagen sie so bei etwas über 200t/anno.

Also habe ich mal 200t zum leichteren Rechnen genommen.

Wenn ich jetzt annehme, es wurde erst vor 10 Jahren mit den Giften begonnen, und ich die Zerfallsprodukte, die ebenfalls noch mehr oder weniger toxisch sind, außen vor lassen, dann haben wir jetzt „399,62 t Neonicotinoide“ in der Umwelt!

PERMANENT!

Alle anderen Insektizide kommen in der Berechnung gar nicht vor.

Auch die Wissenschaftler werden es schwer haben alle Faktoren ehrlich zu berechnen.

Die Menge an Insektengift wird um ein vielfaches höher liegen.

Und dann wundern wir uns, dass unser Ökosystem auf links gedreht wird?

Lernt man so etwas nicht schon in der Schule im Unterricht?

Muss ein Hersteller dieser Gifte nicht nachweisen, dass eine wiederholte Anwendung nicht zur Anreicherung im Organismus Natur führt? Jedes Medikament muss es nachweisen in vielen Studien!

Selbst wenn wir sofort aufhören, wir bekommen es nicht mehr aus den Naturkreisläufen heraus und der LD50 für die Insekten ist längst überschritten!

Aus die Maus!

Bei einem Medikament kann ich wenigsten noch ein Antidot geben.

Wenn wir jetzt das Spiel noch weiter denken und es mit DDT ( 8.000 bis 10.000 mal schwächer) vergleichen, dann haben wir die toxische Menge von ca. 3.596.580t DDT permanent in unserem geliebten Land.

Wie gesagt, nur für 10 Jahre.

Wo ist also nun mein Denkfehler?

Das kann doch nicht sein, dass das der Wissenschaft am Arsch vorbei geht?“

Ein Naturliebhaber, anonym.

Alle Auszüge aus diversen Internet Debatten und Schriften.

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