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Die Fusion des Grauens

Äcker von Horizont zu Horizont so weit das Auge reicht. Drohnen vermessen das Land und berechnen wie viel Unkrautvernichter gebraucht wird. Die Daten werden direkt in die Kanzel des Traktors gesendet, so kann der Bauer sein Roundup exakt dosieren. Alles Grün wird vernichtet, außer dem Mais (oder Soja oder Baumwolle), der gesät werden soll, denn der ist dagegen immun (genmanipuliert). Zudem hat er ein sog. Terminatorgen, das bedeutet seine Samen sind nicht keimfähig. Der Landwirt kann sein Saatgut nicht selber züchten. Er muss beim Händler (Monsanto) bestellen. Saatgut, passdendes Pestizid und digitales Equipment, alles aus einer Hand. Das heißt, einmal Monsanto immer Monsanto. Der Kunde ist gebunden. Das heißt weiterhin, riesige Anbauflächen auf denen nichts anderes wächst, als Genmais von Monsanto. Alle anderen Kräuter sind totgespritzt und damit die Lebensgrundlage sämtlicher Insekten in diesen Bereichen. (Roundup = Glyphosat) schädigt ebenfalls Regenwürmer und Bodenmikroben. Mit Ausnahme des Genmaises ist alles tot, von Horizont zu Horizont. Und fertig ist die Agrarwüste. In weiten Teilen Nord und Südamerikas ist das schon längst Realität. Amerikanische Farmer mögen Monsanto und Roundup, denn es erleichtert die Arbeit ungemein. Ein Mensch macht heute die Arbeit von vielen. Und so begeben sich die Landwirte, sehenden Auges in die Abhängigkeit. Bayer, der deutsche Chemieriese möchte nun auch an dem Geschäft mitverdienen. Natürlich aus rein idealistischen Gründen, wie Bayer-Chef Baumann anführt. Die Weltbevölkerung steige weiter an und die Klimaerwärmung nähme zu, doch die Menschheit müssen ernährt werden.

se Agrarwüsten erst Schuld sind an der Misere, aber wer bin ich schon? Auch wird ein riesiger Teil, etwa 80% des Sojaanbaus für die Viehmast benötigt, kommt also nicht den hungernden Menschen zugute. Außerdem konzentriere der Deal Marktmacht in wenigen Händen zum Schaden der Bauern und der Verbraucher.

Nun sollen diese amerikanischen Verhältnisse also auch in Deutschland wahr werden. Kein Platz mehr für Wildnis und Natur, nur noch Agrarwüsten mit totgespritzten Feldern. Alles zum Wohle der Menschheit, oder doch wenigstens zum Wohle der Profite von Bayer und Monsanto. Dabei hat die Vermaisung der Landschaft hierzulande jetzt schon zu einem großen Artensterben vor allem bei den Wiesenvögeln geführt. Doch die EU öffnet willfährig Tür und Tor, sie hat das Ackergift aus der Monsantos Giftküche, Glyphosat weiterhin genehmigt und ebenfalls der Fusion von Bayer und Monsanto zugestimmt. Die neuen Superkonzerne verfügen über Millionen-Etats für Marketing, Forschung, Fortbildung in ihrem Sinne – und für Lobbyismus. Kein Feudalherr des Mittelalters hatte eine so ungeheure Machtfülle wie diese Konzerne, sagt Jean Ziegler, der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für das Menschenrecht auf Nahrung. Die EU-Bürger haben mehr als eine Million Petitionen, Einwände, Briefe und Postkarten an die Kommission geschickt. Sie machen sich Sorgen um den Umweltschutz, um ihre Ernährung, um die Zukunft der Landwirtschaft. Doch Bayer/Monsanto geht es um noch etwas anderes, um Daten, welche die Drohnen und mit Sensoren ausgestattete Landmaschinen von den Äckern dieser Welt zusammentragen. Wer diese Daten besitzt, wird ziemlich gut berechnen können, welche Erträge kommende Ernten bringen. Und er wird mit diesem Wissen an den Börsen der Welt spekulieren können. Das geht weit über den alten Monsanto-Traum, die Ernährung der Welt vom Acker bis zum Teller zu kontrollieren, hinaus. Wenn sich die Macht auf drei Agrarkonzerne konzentriert (Monsanto/Bayer, Du Pont/Dow Chemical, ChemChina/Syngenta) dann ist freie Marktwirtschaft und fairer Wettbewerb nicht mehr möglich. Die Marktbeherrscher werden die Preise diktieren, an den Börsen spekulieren, entscheiden ob, wann und wo Hungersnöte ausbrechen. Naturschutz ist für sie ohne Belang. Wir Bürger sind total ausgeliefert. Das Einzige, was wir tun können, bio und regional einkaufen und das ist wenig genug.

Foto: Von Unbekannt (USDA) –

http://www.usda.gov/oc/photo/95cs2504.htm, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=373849

https://www.naturwelt.org/was-tun/raubtierkapitalismus/bayer-monsanto/

Ein Kommentar zu „Monsanto?!

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