Umweltmediziner Hans-Peter Donate… Ruhe in Frieden!

Ein Arzt, der stets Engagement und Hilfsbereitschaft bewies.
Ein Mensch, der tiefer blickte, dem seinen Patienten am Herzen lagen und mit dem man stets innovative Pläne schmieden und umsetzen konnte.
Ein Umweltmediziner, der stets auch nach ganzheitlichen Antworten suchte und Verantwortung nicht scheute.

Wir verlieren einen aussergewöhnlichen Arzt und Menschen – einen Freund Vieler, die ihn und sein Know-How sehr schätzten.
Wir werden Dich/Sie vermissen!

Foto Quelle: http://www.dbu-online.de/typo3temp/pics/e023bc11d4.jpg

Dr. med. Hans-Peter Donate
Stellvertretender Vorsitzender des DBU – Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e.V.
Facharzt für Allgemeinmedizin, Umweltmedizin
http://www.dbu-online.de/ueber-uns/vorstand.html
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Danke Hans-Peter Donate! ❤

„Leider muss davon ausgegangen werden, dass die nachhaltige Beseitigung von giftigen Öldämpfen in Flugzeugen noch Monate, wenn nicht Jahre dauern wird. Sowohl die akuten Risiken auf die Transportsicherheit wie auch die chronischen Gesundheitsbeeinträchtigungen von Personal und Passagieren bleiben also noch längere Zeit weiter bestehen.

…Im BG-Verfahren muss der Geschädigte im Regelfall die Kausalität der Erkrankung mit dem Fliegen beweisen. Beryllium und Organophosphate tauchen im Regelbetrieb nicht im Innenraum des Flugzeuges auf. 
Der Nachweis der Substanzen, z.B. an den Auslassdüsen der Lüftung, stellen die Betriebsstörung des Fluggerätes unter Beweis und führen somit zur Beweislastumkehr. 

Vergiftungen und Verletzungen durch Chemikalien sind gemäß § 16e des deutschen Chemikaliengesetzes meldepflichtig. Da aber dieser § nicht strafbewehrt ist, haben Zuwiderhandlungen keine strafrechtlichen Konsequenzen. 

Allerdings könnten unterlassene oder verspätete Meldungen in zivilrechtlichen Schadenersatzverfahren Rechtsrelevanz erlangen. Je nach Ursache haben diese Gesundheitsstörungen unterschiedliche Codierungen im ICD-10. 

Bei einigen existieren auch anerkannte Berufskrankheiten mit entsprechenden BK-Nummern. Flugzeugführer und Flugbetreuer sollten mit ihren Gewerkschaften Cockpit und UFO darauf drängen, dass jedes „Fume Event“ den Behörden gemeldet wird. Passagiere sollten jeden auffälligen Geruch dem fliegenden Personal mitteilen.

Bezeichnung ICD-10 BK-Nummer
Vergiftung mit Mycotoxinen (Aflatoxin) T 64.0 
Vergiftung mit Organophosphaten T 60.0 1307
Vergiftung mit Trikresylphosphat T65.8 1307
Vergiftung mit Per/Cypermethrin T60.1 
Vergiftung mit Pyrethroiden T 60.2 
Vergiftung mit Beryllium T 56.7 1110
Vergiftung mit Kerosindämpfen T 52.0 1317
Schädigung durch Aluminium (-OH) T 49.1 4106
Schädigung durch Ionisierende Strahlung W 91.0 2402

Nur wenn das ganze Ausmaß der Bedrohung erkannt wird, kann das Problem mit Nachdruck gelöst, den Beschwerden der Geschädigten gegenüber den Versicherungen mehr Gewicht verliehen werden.

Die Politik muss dafür sorgen, dass nicht nur die Flugsicherheit, sondern auch die Gesundheit von Passagieren und Besatzung während des Fluges gewährleistet wird.

Dr. med. Hans-Peter Donate
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender“
Quelle: http://www.dbu-online.de/ueber-uns/aktuelles-vom-vorstand/04-2012.html

Ausarbeitung: Aida Infante.

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