(BUND) Pressemitteilung vom 11. April 2016

 

Abenteuer Faltertage im Frühling: BUND ruft zur Rettung von Schmetterlingen auf

 

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Naturfreunde und Gartenbesitzer aufgerufen, sich im Rahmen der diesjährigen Aktion „Abenteuer Faltertage“ für den Schutz von Schmetterlingen einzusetzen und falterfreundliche Gärten anzulegen.

 

„Die Bedrohung der biologischen Vielfalt macht auch vor Schmetterlingen nicht halt. Laut Roter Liste sind lediglich ein Drittel der Tag- und die Hälfte der Nachtfalterarten in Deutschland derzeit noch nicht gefährdet“, sagte Magnus Wessel, Schmetterlingsexperte beim BUND. Die Hauptursachen für die Gefährdung der Schmetterlinge lägen vor allem in der industriellen Landwirtschaft. „Der Anbau von Monokulturen zerstört den Lebensraum der Schmetterlinge, Pestizide vernichten ihre Nahrungsgrundlagen“, sagte Wessel.

 

Auch in öffentlichen Parkanlagen und privaten Gärten gebe es viele Möglichkeiten, Tag- und Nachtfaltern das Überleben zu erleichtern, so der BUND-Experte. „Den Bestäuber-Insekten fehlen oftmals ihre bevorzugten Futterpflanzen. Parks und Gärten werden zu Schmetterlings-Überlebensinseln, wenn man heimische falterfreundliche Blumen pflanzt und auf Pestizide verzichtet“, sagte Wessel. „Zu empfehlen ist auch das Stehenlassen von Brennnesseln, die gerne von Schmetterlingsraupen gefressen werden. Ein nicht perfekt aufgeräumter Garten ist der beste Artenschutz“, sagte Wessel.

 

Wichtig sei auch, Blumen in torffreier Pflanzerde aufzuziehen. Für die Torfproduktion würden Moore zerstört, die viele Schmetterlinge und andere Tier-und Pflanzenarten beheimateten. Für engagierte Naturschützer stellt der BUND Schmetterlingsretter-Pakete zur Verfügung. Neben Informationen zum Schmetterlingsschutz und einer Bestimmungshilfe für Schmetterlingsarten enthalten sie eine Mischung schmetterlingsfreundlicher Blumensamen.

 

Mehr Informationen und das Schmetterlingsretter-Paket finden Sie im Internet unter: https://www.bund.net/schmetterlingsretter

 

Pressebilder unter: www.bund.net/pressebilder#c4882

 

Pressekontakt: Magnus Wessel, BUND-Naturschutzreferent, magnus.wessel@bund.net, Tel. 030-27586-543 bzw. Annika Natus, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-425/-464, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s